„Die weiße Frau …“: Südlengern aktiv erkundet

Projekt der Klasse 3 der Grundschule Südlengern-Dorf

Bericht von Dörthe Schmidt, Willi Fleddermann und Kindern der Klasse 3a
(September 2009)

Raum und Umwelt, Zeit und Kultur sind Teilbereiche des Sachunterrichts der Grundschule. Typische Strukturen des Schulortes und der Region zu erkunden, machten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der Grundschule Südlengern-Dorf an zwei Wandertagen auf den Weg durch Südlengern. Was ihr Schul- und Wohnort so zu bieten hat, erarbeiteten sie mit ihrer Klassenlehrerin Dörthe Schmidt.


bei "Rüters Friedhof"

An der Brausemühle und am Rüterfriedhof wusste Willi Fleddermann vom Verein „Südlengern aktiv“ spannende Geschichten aus der Südlengerner Chronik zu erzählen. Vom „Brausemüller“ war die Rede, der eine Wassermühle betrieb und den Strom ins Elsetal brachte, und der es gar nicht gern mochte, wenn Kinder sich beim Baden in der Nähe des Brausemühlenwehrs in Gefahr begaben. Auch die beiden anderen Mühlen in Südlengern,  Elsemühle und Brandmühle, hatten für den Ort über Jahrhunderte hinweg eine große Bedeutung.

Das Bild des Reesbergs wird heute von der Mülldeponie entscheidend mitgeprägt. Erstaunt hörten die Kinder, dass der Bau der Autobahn zwischen Osnabrück und Bad Oeynhausen eng mit der Entstehung der Deponie zusammenhängt. Ach ja … wer weiß heute noch, dass es in Südlengern eine „Singende Brücke“ gab, die sogar ein Fernsehteam des WDR hierher lockte?

Das Rütersche Erbbegräbnis liegt am Fuße des Reesberges in einem Waldstück, das noch heute „Rüters Fichten“ heißt. Von diesem kleinen Friedhof und dem alten Rüter erzählt man sich in Südlengern so allerhand. Sogar eine Gespenstergeschichte, die gottseidank ein gutes Ende nimmt, ist dabei. Die geheimnisvolle weiße Frau, über die in der Chronik mehr zu finden ist, beeindruckte die Kinder sehr. „Die Geschichte war super“, meinte Yannik, und seine Mitschüler stimmten zu.

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