Den Maibaum 2008 in Präzisionsarbeit aufgerichtet!

Der „Neue“ wurde in Südlengern herzlich willkommen geheißen

Nach dem ungewohnt frühen Osterfest bot 2008 eine weitere Besonderheit: der 1. Mai fiel mit dem Feiertag Christi Himmelfahrt zusammen!


Deshalb begann das 6. Maibaumfest um 10.00 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst in der Lutherkirche. Ab 11 Uhr setzte das gesellige Treiben auf dem Festplatz am Schimmelkamp ein. Die Kinder der Grundschule Südlengern und der CVJM-Posaunenchor bestimmten das Programm, bevor gegen 12 Uhr der nagelneue Maibaum vom Hof Bunk geholt und aufgestellt wurde. Geschmückt worden war er wieder vom Gartenbauverein Südlengern und den Kindern des AWO-Kindergartens. Die kräftigen Jungs der Feuerwehr hatten prima gefrühstückt, denn beim Aufrichten des Maibaums ging in diesem Jahr alles glatt. Ein Seilzug sorgte für zusätzliche Sicherheit.

Maibaumfest 2008 Vorbereitung

Auch das Spielmobil war wieder dabei und bot viel Spaß für die kleineren Gäste. Die Großen durften klönen, schauen und staunen. Für Essen und Trinken war reichlich gesorgt: mit deftiger Hausmannskost, Würstchen vom Grill und gut gekühlte Getränken. Neu war die Kaffeetafel, die begeistert angenommen wurde.

Foto links (von Burkhard Scheiding): Der neue Maibaum, im Wiehen geschlagen, wird auf seine neue Aufgabe in Südlengern vorbereitet.

„Südlengern aktiv“ erlebte zusammen mit den anderen Vereinen aus Südlengern, die das Fest gestalteten, einen Super-Tag mit viel Sonnenschein. Darauf hatte man laut Wetterbericht nicht vertrauen dürfen, doch es gab nur hin und wieder ein paar Regentropfen, die der guten Laune auf dem Festplatz keinen Abbruch taten.

Als die Südlengeraner ihren Maibaum holen gingen

Eines Tages fanden die Südlengeraner, auch sie müssten unbedingt einen Maibaum haben. Doch sollte es nicht ein „gewöhnlicher“ Baum sein, irgendwo gekauft, der im Frühjahr des nächsten Jahres den kleinen Ort schmücken würde. Nein, es müsste schon ein besonderer Maibaum sein.

So zogen die Südlengeraner aus, um sich im Wiehengebirge nach einem geeigneten Baum umzusehen. Das geschah am Samstag, dem 28. Dezember 2002.


Maibaum

Bald hatten die Südlengeraner, unterstützt von Förster Walter Selmigkeit, den passenden Baum gefunden und gefällt. Es forderte einige Anstrengung, ihn aus dem Gebüsch zu ziehen (den Baum, nicht den Förster) …

 Patrick Menzel von der Neuen Westfälischen war auch dabei, und so gruppierten sich die Südlengeraner mitsamt Walter Selmigkeit zunächst mal zum großen Gruppenfoto. Alle Generationen waren vertreten.

Gruppenfoto

Noch wirkte er ja ein bisschen unscheinbar, und es gehörte ein ziemliches Maß an Phantasie dazu, sich vorzustellen, wie er am 1. Mai am Bestimmungsort aussehen könnte. Das Aufstellen eines Maibaums ist ein uralter bayrischer Brauch, doch die beliebte Tradition setzt sich auch im Bünder Land mit wachsender Beliebtheit durch.
Man findet zahlreiche Beispiele.

Walter Selmigkeit hatte die „Abies Grandies“, eine Küstentanne empfohlen. Und nachdem die Südlengeraner
sich mit ihrem neuen „Wahrzeichen“ angefreundet hatten, machten sie sich an die Arbeit.

Maibaum schälenMaibaum schälen

Mit Schälmessern musste der Stamm von der Rinde befreit werden. Erwin Scheiding und Manuel Schuster zeigten fachgerecht, wie’s richtig gemacht wird. Dann waren auch andere an der Reihe. Man will sich schließlich nicht lumpen lassen, und es soll schon nach einer Gemeinschaftsaktion aussehen.

Noch hier ein flotter Strich. Und da … Bald ist’s geschafft!

Auch wenn’s heute nicht frostig kalt war, schmeckten Glühwein und „Wintertee“ ausgezeichnet!

Verpflegung

Aber wer trank was? Ganz einfach: Autofahrer wandten sich dem Tee zu, andere bevorzugten den Glühwein.

Was nun? Zweifel, ob die richtige Wahl getroffen wurde? Hmm, da kann man glatt ins Träumen kommen …

Die Küstentanne eignet sich hervorragend als Maibaum, sagte Walter Selmigkeit. Ihr Stamm wird besonders hart, wenn er trocknet und verformt sich daher nicht.

Aufladen

Auch heute noch wird das Holz in Amerika für den Bau von Schiffsmasten verwendet. Na schön … alles klar! Nehmen wir ihn mit.

Der elf Meter lange Stamm der 18 Jahre alten Tanne hatte ein ganz schönes Gewicht, aber schon war es geschafft! 

Am Ziel

Zurück nach Südlengern. Auf dem Hof von Heinz Bunk konnte der Maibaum nun in einer überdachten Scheune überwintern, bevor er im Frühjahr weiter bearbeitet, gestrichen und mit einer prächtigen Krone geschmückt werden sollte.

Am 1. Mai 2003 wurde unser Maibaum so zum Festplatz getragen, dazu spielte der Posaunenchor. Das kleine Festprogramm begann gegen 11 Uhr mit Musik, Unterhaltung, Maibaum aufstellen, „Klönen“, Essen und Trinken.

Und wo? Das Ganze findet seitdem regelmäßig statt auf dem Maibaumfestplatz am Schimmelkamp (an der Jubiläumstafel) und am AWO-Zentrum.